Was ist ein Backup? Datensicherung leicht gemacht

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Was ist ein Backup?

Daten gehen heute schneller verloren und werden häufiger gestohlen oder versehentlich öfter gelöscht denn je. Deshalb ist das Thema Datensicherung ist in unserem digitalen Zeitalter immens wichtig geworden, da wir in allen Bereichen des Lebens immer abhängiger von Daten werden. Das gilt umso mehr für die unternehmerische Welt, in der ein Datenverlust auch gerne mal einen Millionenschaden anrichten oder ganze Geschäftsprozesse lahmlegen kann. Um das zu verhindern, sind Backups ein zentraler Baustein im IT-Management. Aber was genau ist eigentlich ein Backup? „To back up sth“ kommt aus dem englischen und bedeutet so viel wie „etwas sichern“. Ein Backup ist eine Datensicherung, um im Falle eines Datenverlustes auf eine Kopie zurückgreifen zu können. Im Bereich der IT definiert sich Backup als das Sichern von elektronischen Daten auf einem Speichermedium. Dabei ist eine Sicherungskopie auf einer Festplatte (intern oder extern), auf Magnetband, einem Speicherstick oder online in der Cloud möglich. Durch die Erstellung eines Backups wird Datensicherheit gewährleistet, die Datenwiederherstellung, also das „Zurückkopieren der Daten“, wird dabei im englischen Restore genannt. Viele Geräte erstellen automatische Backups, sie können mit Hilfe von speziellen Programmen aber auch manuell durchgeführt werden.

Datenträger zur Sicherung der Daten

Das Sichern von Daten kann auf verschiedenen Speichermedien (Datenträgern) erfolgen. Wichtig dabei: Die Sicherheitskopie sollte nicht am gleichen Ort wie die Originaldatei aufbewahrt und bestenfalls auch nicht in der gleichen IT-Umgebung abgelegt sein. Nur so kann gewährleistet werden, dass im Falle eines totalen Datenverlustes innerhalb des produktiven IT-Systems, die Sicherungskopie von einem anderen Ort sicher wieder aufgespielt werden kann. Das Medium, auf dem die originalen und die gesicherten Daten abgelegt sind, kann dabei auch unterschiedlich sein.

Welche Speichermedien sind möglich?

Externe Festplatte und USB-Stick
Die Datensicherung auf einer externen Festplatte eignet sich vor allem für kleinere Datenmengen, da die Kapazität begrenzt ist. Das gleiche gilt für Backups auf USB-Sticks.

Online, zum Beispiel in der Cloud
Eine weitere Möglichkeit ist ein Online-Backup oder Cloud-Backup. Bei der Online-Datensicherung synchronisieren sich in festgelegten Intervallen die Daten und werden in der Cloud gespeichert.

Auf Tape
In den 1990er-Jahren wurde noch viel auf Magnetbändern gespeichert. Diese Technologie wird heute im professionellen Umfeld verwendet, um große Datenmengen fortlaufend zu sichern, beispielsweise um Daten zu archivieren.

Welcher Aufbewahrungsort sollte gewählt werden? Je nach Wichtigkeit der Daten sollte sich die Lagerung der Sicherheitskopien unterscheiden.

Private und weniger wichtige Daten
Bei privaten oder weniger wichtigen Daten empfiehlt sich ein Backup auf einer externen Festplatte oder die Datensicherung auf einem USB-Stick. Diese können zuhause aufbewahrt werden, um jederzeit eine Nutzung zu gewährleisten.

Wichtige und sensible Daten
Bei wichtigen Daten im Unternehmensumfeld gibt es mehrere Aufbewahrungsmöglichkeiten je nach Wahl des Speichermediums. Bei kleinen Unternehmen und der Datensicherung auf einer externen Festplatte sollte eine Lagerung im Bankschließfach gewählt werden, um im Fall eines Feuers oder Diebstahls abgesichert zu sein. Der Nachteil ist, dass es keinen permanenten Zugriff gibt. Bei großen Unternehmen können Aufbewahrungsorte eigene gesicherte Räumlichkeiten, Tresore oder Safes sein. Alternativ für Unternehmen bietet sich eine sichere Online-Datensicherung in einem gesicherten Rechenzentrum oder auf eigenen Servern an, um eine ständige Nutzung gewährleisten zu können.

Warum sind Backups wichtig?

Ein Backup dient im Allgemeinen der Datensicherung, um im Falle des Verlustes, beispielsweise durch Diebstahl, versehentlicher Löschung, Brand- oder Wasserschäden des primären Speichermediums, auf eine Sicherungskopie zurückgreifen zu können. Tritt der Fall des Datenverlustes ein, können die Daten innerhalb kürzester Zeit wiederhergestellt werden. Das gilt sowohl für Daten, deren erneute Erstellung einen erheblichen Zeitaufwand mit sich bringen könnte, als auch für Daten, die sonst in keiner Weise wiederhergestellt werden könnten. Deswegen sollte jeder, der mit digitalen Daten arbeitet, regelmäßig ein Backup erstellen und seine Daten sichern.

Backups von Privatpersonen
Die Sicherung der Daten von Privatpersonen dient häufig dem Schutz von Erinnerungen wie Fotos und Videos, sowie dem Erhalt persönlicher finanzieller Daten. Die Aufbewahrung des externen Speichermediums erfordert dabei nicht unbedingt einen besonderen Schutz, da die Daten in der Regel für andere nicht von Belang sind – so lange keine sensiblen Daten hinterlegt sind. Welches Speichermedium verwendet wird, hängt von der verfügbaren Hardware, dem Fachwissen und den persönlichen Präferenzen der Privatperson ab.

Backups von Unternehmen
Im Unternehmen ist es wichtig, dass finanzielle Daten, sowie betriebsinterne Informationen nicht verloren gehen. Deswegen ist eine Datensicherung zwingend notwendig. Da es sich häufig um große Datenmengen handelt, sollte ein Backup in regelmäßigen Intervallen durchgeführt werden. Dabei ist zusätzlich die sichere Lagerung des Backups wichtig, da hier die Gefahr eines Diebstahls oder einer Beschädigung besteht. Als Aufbewahrungsorte sollten deshalb Bankschließfächer, Safes oder abgesicherte Räumlichkeiten verwendet werden.

Sicherungsarten eines Backups

Es gibt verschiedene Backup-Arten, welche im Folgenden genauer differenziert und erklärt werden. Je nach Zweck sollte zwischen den verschiedenen Sicherungsarten abgewogen werden.

Vollsicherung

Die Vollsicherung wird je nach Programm auch Komplettsicherung, Vollbackup oder normale Sicherung genannt. Hierbei werden Daten vollständig auf das Speichermedium übertragen und gespeichert. Das können zum Beispiel ein komplettes Verzeichnis, ein vollständiges Laufwerk o.ä. sein. Der Vorteil dabei ist der geringe Aufwand, da alle Daten ohne Filter gesichert werden. Allerdings hat die Vollsicherung dadurch den Nachteil, dass sie einen hohen Speicherbedarf hat.

differenzielle Sicherung

Beim differenziellen Backup ist die Basis immer die anfängliche Vollsicherung. Der Unterschied liegt darin, dass nicht immer die kompletten Daten neu gespeichert werden, sondern nur die Daten, welche sich seit der letzten Vollsicherung geändert haben oder neu hinzugekommen sind. Für die Wiederherstellung der Originaldaten werden dann die Vollsicherung und die differenzielle Sicherung benötigt. Gegenüber der Vollsicherung werden bei dieser differenziellen Datensicherung Zeit und Speicherplatz gespart.

inkrementelle Sicherung

Beim inkrementellen Backup ist die Grundlage ebenfalls eine Vollsicherung, allerdings nur zu Beginn. Danach dient die jeweils letzte inkrementelle Sicherung als Basis. Die inkrementelle Sicherung speichert also alle Daten, die seit der letzten inkrementellen Sicherung geändert wurden oder neu dazugekommen sind. Damit hat die inkrementelle Datensicherung den Vorteil, dass sie einen noch geringeren Speicherplatzbedarf als die Vollsicherung und die differenzielle Sicherung hat. Der Nachteil liegt in der Wiederherstellung der Daten, denn hier müssen diese aus den verschiedenen Sicherungen erneut zusammengesucht werden. Dabei handelt es sich um die sogenannte „Verkettung der Sicherungsdateien“.

Backupstrategien

Bei Backups gibt es nicht die eine perfekte Strategie. Vielmehr müssen Vor- und Nachteile in Betracht gezogen werden, um zu entscheiden, welche Strategie sich für die persönliche Situation am besten eignet. Im Unternehmensbereich ist daher eine Beratung durch IT-Experten sinnvoll, um Backups möglichst speicherplatzsparend einzusetzen. Im Folgenden werden die klassischen Backupstrategien vorgestellt.

FIFO: First In, First Out

First in, First out, genannt FIFO, ist die simpelste Methode, um ein Backup zu erstellen. Sobald der Speicherplatz des Speichermediums zu Neige geht, wird die älteste Vollsicherung gelöscht.

Großvater-Vater-Sohn

Die Backupstrategie „Großvater-Vater-Sohn“ wird auch das Generationsprinzip genannt und gilt als die häufigste eingesetzte Methode. Jeden Tag wird das „Sohn“-Backup gesichert, einmal die Woche das „Vater“-Backup und einmal im Monat das „Großvater“-Backup.

Türme von Hanoi

Die Datensicherungsstrategie „Türme von Hanoi“ ist an das gleichnamige Knobelspiel angelehnt und versucht einen guten Kompromiss zwischen der Anzahl der Backups und der zur Verfügung stehenden Hardware zu schließen.

Echtzeitanwendungen

Echtzeitsysteme wie zum Beispiel Datenbanken müssen bei Backups gesondert betrachtet werden, da sich dort die Daten im laufenden Betrieb ständig ändern. Deswegen gibt es hierfür zwei verschiedene Varianten:

Hot Backup
Beim Hot- oder Online-Backup wird die Sicherheitskopie während des laufenden Betriebes durchgeführt. Um zu vermeiden, dass durch die aktive Nutzung des Systems Inkonsistenzen auftreten, muss das System das Backup oft unterstützen. Damit bleibt die Sicherheitskopie durch das Hot Backup sehr aktuell. Nachteil dabei: Wenn sich Fehler in das System schleichen, werden diese ebenfalls in das Backup übertragen. Um dies zu vermeiden, kann ein zeitlicher Abstand eingebaut werden.

Cold Backup
Im Gegensatz dazu wird beim Cold- oder Offline-Backup eine Datensicherung durchgeführt, wenn das System nicht aktiv ist. Der Nachteil liegt darin, dass das System in dieser Zeit nicht nutzbar ist. Damit ist ein Cold-Backup nicht für jedes System eine geeignete Methode. Wenn jedoch die Möglichkeit besteht, dass System beispielsweise nachts herunterzufahren, kann in dieser Zeit die Sicherheitskopie durchgeführt werden.

Datensicherungsstrategie

Um im Fall einer Wiederherstellung bestens vorbereitet zu sein, sollte eine Datensicherungsstrategie erstellt werden. Hierbei kann eine Checkliste mit dem genauen Vorgehen hilfreich sein, damit jedem Mitarbeiter das Vorgehen bekannt ist. Welche Kriterien für die Datensicherungsstrategie entscheidend sind, muss von Fall zu Fall geklärt werden und kann mit einem IT-Experten gemeinsam entwickelt werden.

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